Animal Man

Animal Man 1: Die Jagd

Buddy Baker ist Animal Man. Hauptberuflich ist er zwar Stuntman bzw. Schauspieler, aber so ganz kann er es nicht lassen. Seine Fähigkeit ist, dass er auf so eine Art Netzwerk aller Tiere zugreifen, und sich ihre Eigenschaften borgen kann. So kann er beispielsweise fliegen, eine Haut so dick wie die eines Nashorns haben, oder auch die Reflexe einer Fliege nutzen.

Das klingt jetzt im ersten Moment vielleicht ein wenig nach einer Kinderserie aus den 80’s, aber der Eindruck täuscht. Diesen Comic sollten keinesfalls Kinder in die Finger bekommen. Aber der Reihe nach.

Da ist doch was Faul

Animal Man Die Jagd
Autor: Jeff Lemire | Zeichner: Travel Foreman, John Paul Leon | Verlag: Panini-Comics

Buddy wollte eigentlich nur mal wieder als Animal Man etwas gutes tun. Doch als er seine Kräfte gegen einen Geiselnehmer einsetzt, fängt er plötzlich an, aus den Augen zu bluten. So richtig erklären kann er es sich nicht, aber da es schnell aufhört und auch keine Beschwerden mit sich bringt, geht er erstmal nach Hause ins Bett.

Nach einem total surrealen Albtraum findet er seine Tochter im Garten, wie sie mit den toten Haustieren der gesamten Nachbarschaft spielt. Wirklich verrückt ist aber, dass diese auch mit ihr spielen. Halb vormoderte Katzen und selbst Skelette von lange verbuddelten Tieren lasse sich von ihr streicheln und tollen um sie herum.

Darauf hin beginnt das Augenbluten wieder. Dieses Mal ist es aber so heftig, dass Animal Man’s ganzer Körper von blutigen Linien überzogen wird, die langsam gerinnen und schwarze Spuren hinterlassen, die nicht weg gehen. Glücklicherweise weiß seine Tochter was zu tun ist. Die Fäule kommt, und sie müssen ins Zentrum von Buddy’s Macht um eine Lösung zu finden.

Obskurer Horrortrip

Dass Animal Man, auch wenn es erstmal anders klingt, nichts für Kinder ist, habe ich ja bereits erwähnt. Es gibt abgerissene Gliedmaßen, gefressen Gesichter und auch allerlei Innereien. Wirklich unangenehm ist aber, dass der Band immer wieder derart surreale, verzerrte Bilder zeigt, dass ich teilweise einen Moment brauchte um so richtig zu fassen, was ich da eigentlich grade sehe.

Noch kein Comic hat mir ein derart unangenehmes Gefühl vermittelt. Das was passiert ist teilweise beklemend, wie es passiert noch mehr, und wie es visualisiert ist setzt allem die Krone auf. Das ist manchmal brilliant, oft unangenehm und gelegentlich einfach nur widerlich.

Dazu kommt die wirklich spannende Geschichte mit Lemire typischen, sehr ausgearbeiteten, greifbaren Figuren, die sich auf ihre Art fast real anfühlen.

Nichts für schwache Nerven, aber für alle Anderen

Der Comic ist im Grunde für jeden geeignet der kein all zu schwaches Gemüt hat. Es passieren krasse Sachen, aber man muss nichts über das DC Universum wissen oder so. Swamp Thing wird zwar immer Mal wieder erwähnt und es scheint auf ein Crossover hinaus zu laufen, aber bisher ist das alles noch nicht wichtig.

Ein toller Auftakt, der eure Aufmerksamkeit mehr als verdient hat.

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