Batman Metal

Batman Metal Paperback

Endlich ist mal wieder Zeit für ein Comic-Event. Im letzten Jahr gab es bei DC ein Event, das in aller Munde war. Batman Metal. Von den einen hoch gelobt, von den anderen enttäuscht verrissen, stellte sich für mich ein Problem ein, welches ich bei Comics bisher nicht hatte. Ich hatte wirklich Angst gespoilt zu werden. Da mein Socialmedia Feed zu einem Großteil aus Comic News, Bloggern und Lesern besteht habe ich also immer mal wieder Bilder und Panels aus diesem Event gesehen. Trotzdem hat es mich kein bisschen darauf vorbereitet, was ich letztendlich in diesem Sammelband lesen sollte.

Once upon a Time

Batman Metal
Autoren: Scott Snyder, James Tynion IV
Zeichner: Greg Capullo, Jim Lee, Andy Kubert, John Romita Jr
Verlag: Panini-Comics

Dieses Event versucht sich nachträglich tief in der Geschichte des DC-Universums zu verwurzeln. Alles hängt mit Hawkman und Hawkgirl zusammen, die seit Jahrhunderten immer wieder wiedergeboren werden. Und um ein magisches Metall, das damals auf die Erde gebracht wurde. Metall, welches ungeahnt Eigenschaften hat und Kräfte verleihen kann. Das Nyth-Metall.

Batman Batmen

Der Batman der lachte

Batman hat schon lange einen Verdacht. Seit New52 folgt er einer Spur, einem Rätsel welches das größte seines Lebens zu sein scheint. Und weil Batman es am besten weiß, und er seine Freunde schützen will, weiht er mal wieder niemanden sonst ein und ist nicht bereit sich Hilfe zu holen, bis es zu spät ist.

Aus Spoilergründen gehe ich jetzt mal nicht näher auf die Gründe ein, aber letzendlich kommt es zum Angriff der vielen Batman. Alles dunkle alternative Versionen, in denen Bruce sich Eigenschaften anderer Helden (oder Schurken) angeeignet hat. Im Grunde bedeutet das, Flash-Batman, Cyborg-Batman, Aquawoman-Batman, Bat-Lantern, Doomsday-Batman, ein Joker-Batman und einige mehr.

Comicgeschwurbel vom feinsten

Jetzt denkt ihr bestimmt: Das klingt irgendwie verrückt und nach allerlei Fanservice.

Und genau so ist es. Anfangs noch eine mysteriöse Batman-Story, eskaliert dieser Band weiter und weiter, bis selbst viele Animes verwirrt mit dem Kopf schütteln würden. Spoilerfrei bedeutet das, ein Deus Ex Machina jagt den nächsten. Eine Figur nach der anderen wird aus dem Hut gezaubert und es wird versucht allerlei vergangene Ereignisse mit dem Event in Zusammenhang zu bringen.

Das klingt jetzt vielleicht erstmal nicht so toll, aber es macht wirklich verdammt viel Spaß. Ich habe mich zwar beim Lesen des öfteren verwirrt am Kopf gekratzt, aber mich nicht eine Sekunde gelangweilt.

Die vielen Batman klingen zwar eher nach einer Fanfiction, als nach einem Batman Comic vom vielgelobten Batman New52 Autoren Scott Snyder, aber es ist eine durchaus spannende Prämisse. Leider bleiben die Schurken in diesem Band wahnsinnig blass. Man erfährt nichts darüber, wie diese Batman entstanden sind, warum sie so sind und was sie antreibt. Immer wenn auf etwas interessantes aus ihrer Vergangenheit angespielt wird, kommt die Fußnote „Nachzulesen in Batman Metal: Der Aufstieg der Dunklen Ritter“.

Fazit

Batman

Ein episches und spannendes Event, dessen Hype meiner Meinung nach ein wenig zu groß war, das man sich aber durchaus mal geben sollte. Es hat zwar auch allerlei Schwächen und Ungereimtheiten, aber unterm Strich überwiegt dann doch das Positive. Ich vermute jetzt außerdem einfach mal, dass einiger der Schwächen dadurch negiert werden können, dass man die Batman Metal Sonderbände (Wiederstand in Gotham und Die Batman aus der Hölle) und Der aufstieg der Dunklen Ritter liest.

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