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Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers

Fantasy können viele. Fantasy mit wirklich neuen Ideen können nur wenige, aber das Mischen von guter origineller Fantasy mit unserer Welt, will nur vereinzelten wirklich gelingen. Der erste Band Birthright schien genau das aufzubauen. Ein kleiner Junge verschwindet plötzlich und die Familie zerbricht daran. Dann taucht plötzlich ein Erwachsener muskelbepackter Krieger auf, der behauptet der Junge zu sei und die Welt retten zu müssen. Was ist die Wahrheit, was hat der vermeintlich Mikey vor, und was hat er erlebt. Es werden viele Fragen aufgebaut, die Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers zumindest teilweise beantworten kann.

Der Ruf des Abenteuers

Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers
Story: Joshua Williamson | Zeichnungen: Andrei Bressan |
Hardcover 20€ | EComic: 2,99€ (16.04.20) | Cross Cult

Nach dem epischen Kampf im letzten Band hat Mikeys Familie keinen Zweifel mehr an der Wahrheit seiner Geschichte. Auch wenn sein Vater ihn nun nicht mehr begleiten kann, ist sein Bruder immer noch bei ihm. Der ehemals große Bruder ist nun allerdings der jüngere und schwächere. Mikey versucht ihm beizubringen, wie man in der Wildnis überlebt. Dabei erfahren wir mehr über die Sachen, die Mikey in der anderen Welt erlebt hat, auch wenn es dieses mal etwas weniger Rückblenden gibt. Die Magier, die unsere Welt schützen, haben natürlich mitbekommen, das einem von ihnen was passiert ist, und so starten auch sie nun Gegenmaßnahmen. Wie konnte der böse Herscher Mikey eigentlich infizieren? Was hat es mit der schwangeren geflügelten Frau auf sich? Auf welcher Seite steht unser Held? Viele Fragen, die zumindest teilweise beantwortet werden.

Brüderlichkeit

Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers
©Cross-Cult

Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers legt den Fokus auf die Beziehung von Mikey und seinem Bruder Brennan. Für Brennan ist es schon komisch, dass sein kleiner Bruder, plötzlich ein Mann ist, der aussieht als könnte er eine Kuh in zwei Hälften reißen. Auch wenn es komisch ist, sind die beiden aber immer noch Brüder, und das Band verbindet die beiden, auch wenn das Schicksal es nicht all zu gut mit den beiden meint. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die beiden miteinander interagieren und wie ihre Unterhaltungen verlaufen. Beispielsweise reden sie über einen Ausflug, dem Mikey als kleinerer Bruder, der nur am Rockzipfel seiner Mutter hing, ganz anders in Erinnerung hat, als Brennan, der schon älter war und somit mitbekommen hat, was alles schief gegangen ist. Solche Unterhaltungen kennt wohl jeder der Geschwister hat.

Uuuuund Action!

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Auch wenn der Band seine Geschichte zügig weiter erzählt, bleibt die Action nicht auf der Strecke. Es kommt zu einigen sehr coolen Momenten und es fühlt so keine Sekunde an, als würde der Band sich ziehen. Ich bin gespannt, ob die Reihe das Tempo bis zum Schluss halten kann.

Fazit

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Auch Birthright 2: Der Ruf des Abenteuers strotzt wieder von guten Ideen und weiß es Fantasy und Realität auf eine Art zu mischen, die ihres gleichen sucht. Das Ganze wird dabei sehr cineastisch inszeniert und so schön visualisiert, dass ich wirklich wenig zu meckern habe. Einzige der etwas “lockere” Umgang der Polizei mit der Tatsache, dass plötzlich ein Barbar und eine schwangere Frau mit Flügeln auftauchen fand ich etwas irritierend. Man sollte doch meinen, soetwas trifft auf mehr Verwunderung. Nichtsdestotrotz ist Birthright aktuell eine meiner absoluten lieblings Reihen und ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen.

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