Doctor Strange 1

Anders als im Vorfeld erwartet, hat der Doctor Strange Film mir richtig gut gefallen. Die Story war zwar den anderen ersten Teilen von Marvel Filmen wieder sehr ähnlich, aber die Optik war der Hammer. Das verdrehen der Realitäten und der Perspektiven gehört optisch zum Besten, was das Mavel Filmuniversum bisher geboten hat. Doch gelingt es auch, die Magie in Comicform imposant darzustellen?

Eckdaten: 

Autor: Jason Aaron
Zeichner: Chris Bachalo, Kevin Nowlan
Preis: 14,99€
Seiten: 124
Verlag: Panini-Comics

Origin:

Bevor Beschwerden kommen, ich kenne die Origin nur aus dem Film. Aber es sieht aus als würde es im Comic zumindest ähnlich abgelaufen sein.
Stephen Strange ist ein begnadeter Chirurg der kaum mehr von sich überzeugt sein könnte. Er ist sowas wie ein Star in der Welt der Medizin und ein eingebildeter Mistkerl. Bis er eines Tages einen Unfall hat, bei dem seine Hände zertrümmert werden. Da er einen Nervenschaden behält, kann er fortan nicht mehr als Chirurg arbeiten. Leider hat er sein ganzes Leben auf seinen Beruf ausgelegt und bekommt er eine Art Sinnkrise. Strange ist aber kein Mensch der einfach so aufgibt. Er versucht alles um seine Hände zu reparieren und landet so letztendlich irgendwann bei einem Magier der “Der Älteste” heißt und ihn in Magie unterrichtet. Ein ehrgeiziger intelligenter Mensch wie Stephen stürzt sich natürlich voll und ganz in das Studium der Magie und wird irgendwann zum höchsten Magier unserer Dimension.

Story:

Doctor Stephen Strange hilft den Menschen wenn sie Probleme haben, die mit Wissenschaft nicht erklärt werden können. Dabei reist er durch Dimensionen und Parallelwelten. Aber neuerdings passieren einige eigenartige Dinge. Irgendwas scheint die Magie zu töten und Stephen versucht raus zu finden was.

Meine Meinung:

Ich mochte die Darstellung der Magie und das Spiel mit den Dimensionen im Film, aber ich liebe was hier gemacht wird. Wie Strange die Welt sieht und in was für einer Welt er lebt ist wirklich spannend und wahnsinnig gut dargestellt. Wenn Strange mit seinem dritten Auge sieht, wird alles, was in der normalen Welt ist, weiß und farblos, während auf einmal überall bunte sehr kreativ designete “Monster” zu sehen sind, die unsere Welt beeinflussen.

Obwohl man als Leser hier in das Leben eines gestandenen Helden geworfen wird, findet man sich schnell in der Welt zurecht. Hierbei hilft, dass Strange eine neue Klientin hat, deren Fall es erfordert, dass Strange ihr einiges über sein Haus und seinen Job erzählt. So wird der Leser quasi mit an die Hand genommen und in die Welt von Doctor Strange eingeführt.

Klasse fand ich auch, dass es hier unter anderem darum geht, was für einen Preis ein Magier für das Wirken von Magie zahlen muss. Das ganze habe ich so noch nicht gesehen und ich hoffe, dass es auch bei den folgenden Geschichten so bleibt, weil es dem strahlenden lustigen Strange eine sehr düstere fast traurige Seite gibt.

Die Geschichte geht spannend los. Man wird direkt in einen Kampf in einer anderen Dimension geworfen den Strange schnell beenden kann. Anschließend kommen einige Erklärungen und der Aufbau der eigentlichen Story. Diese könnte kaum mitreißender und epischer sein. Das Ende macht so viel Lust auf mehr, dass ich mir sofort die nächsten 3 Bände (alle zu diesem Zeitpunkt erschienenen) gekauft habe, um nicht nochmal so einen Cliffhanger hinnehmen zu müssen.

Die Zeichnungen sind unglaublich gut. Sie haben einen sehr eigenen Stil, der hervorragend zu der Geschichte passt. Wäre die Geschichte nicht so gut, würde ich die Reihe wahrscheinlich alleine wegen den Zeichnungen lesen.

Hier stimmt meiner Meinung nach einfach alles und wenn die Reihe mit den weiteren Bänden nicht sehr stark nachlässt, wird es wahrscheinlich meine liebste Marvel Reihe sein.

Leseprobe

Wertung:

Magie: 10/10
Einsteigerfreundlichkeit: 9/10
Story: 9/10
Zeichnungen: 10/10