Ghost Rider Megaband 1: Rache auf Rädern

Es gibt Comics, von denen man viel Gutes hört und die man unbedingt haben möchte.
Da das Geld manchmal knapp ist, mache ich mich in so einem Fall gerne auf die Suche nach Schnäppchen. Um keine Versandkosten zahlen zu müssen, gibt es dort oftmals einen Betrag, ab dem diese entfallen. Bei der Suche nach einem Comic, der möglichst wenig kostet und dennoch die Versandkosten wegfallen lässt, bin ich über Ghost Rider gestolpert.

Eckdaten:

Autor: Felipe Smith
Zeichner: Tradd Moore, Damion Scott, Kris Anka
Preis: 24 €
Seiten: 268
Verlag: Panini-Comics


Story:

Robbie Reyes lebt, zusammen mit seinem behinderten Bruder, in einem eher schwierigeren Viertel von L.A.. Da seine Eltern nicht mehr da sind, arbeitet Robbi neben der Schule in einer KFZ-Werkstatt. Das Geld ist natürlich trotzdem immer knapp. Deshalb bricht Robbie kurzerhand nachts in die Werkstatt ein und klaut einen Wagen an dem er tagsüber noch gearbeitet hatte um an einem Straßenrennen teilzunehmen. Obwohl Robbie ein begnadeter Fahrer ist, kommt es nicht wie gedacht. Mitten im Rennen taucht die Polizei auf und treibt Robbie in die Enge. Dieser malt sich natürlich sofort aus, was jetzt aus seinem Bruder wird, wenn er in den Knast geht. Realistisch wie er ist, muss er einsehen, dass es kein Entkommen gibt und so steigt er aus um sich zu stellen und wird über den Haufen geschossen. Kaum gestorben erwacht er aber auch schon wieder zum Leben, mit brennendem Totenschädel, unglaublichen Kräften und einer Stimme im Kopf die sagt, dass sie ihn zum Leben erweckt hat. Was es mit der Stimme auf sich hat, warum die Polizei ihn eiskalt erschossen hat und was jemand wie Robbie mit den Kräften anstellt um sein Leben zu verbessern zeigt sich im Laufe des Megabandes.

Meine Meinung:

Vielleicht liegt es daran, dass ich nichts erwartet habe, aber der Comic hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Geschichte setzt keinerlei Wissen voraus und wird in einem guten Tempo erzählt. Ich bin generell ein Fan von Filmen in denen es um Gangs in Problemvierteln geht, und dieses Flair zieht sich durch den ganzen Megaband, auch wenn es gegen Ende etwas “eskaliert”. Robbie ist ein sehr interessanter Charakter, der im Laufe der Geschichte immer mehr Tiefe bekommt. Seine Motivation ist die meiste Zeit klar und nachvollziehbar. Das Zusammenspiel mit Eli (Die Stimme in seinem Kopf) ist sehr unterhaltsam. Bis auf einen kleinen Auftritt von einem anderen Ghost Rider, hatte ich nie das Gefühl es wird auf ältere Geschichten Bezug genommen und auch in diesem Fall war eigentlich alles klar verständlich. Das einzige was ich ein bisschen schade fand war, dass einer der größeren Twists für meinen Geschmack etwas zu vorhersehbar war.

Im Laufe des Bandes ändert sich der Zeichnestil zwei Mal gravierend, was mich anfangs sehr irritiert hat, aber nicht weiter schlimm ist, da die Zeichnungen durchweg sehr gut sind.
Auch wenn die Story in diesem Band abgeschlossen ist, hoffe ich wirklich, dass es noch einen weiteren Megaband geben wird. Die Geschichte wird gegen Ende immer spannender und besonders die letzte Seite macht sehr viel Lust auf mehr.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit: 10/10
Story: 8/10
Zeichnungen: 8/10

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