H.G. Wells – Die Zeitmaschine

H.G. Wells ist wahrscheinlich vielen ein Begriff. Wenn einem der Name nichts
sagt, kennt man doch wahrscheinlich die Namen von einigen seiner Geschichten.
Außerdem kennen sicher einige seine Geschichten aus den Verfilmungen. Vor
kurzem habe ich dann gesehen, dass der Splitter Verlag Comicversionen von Wells
berühmtesten Werken hat. Ich war wirklich überrasch, wie viele seine
Geschichten ich vom Namen her kenne, ohne zu wissen worum es geht.

Eckdaten:

Autoren: H.G. Wells, Dobbs
Zeichner: Mathieu Moreau
Preis: 15,80 €
Seiten: 56
Verlag: Splitter-Verlag

Story:

Ein Wissenschaftler, dessen Namen man bis zum Ende nicht erfährt, hat sich
Kollegen eingeladen, um ihnen eine große Entdeckung vor zu führen. Es ist ihm
gelungen eine Zeitmaschine zu bauen. Natürlich glauben die anderen ihm kein
Wort. Angestachelt von der Skepsis seiner Kollegen entschuldigt sich der
Erfinder kurz beim Essen und kommt kurze Zeit später mit deutlich längerem Bart
und ramponierten Klamotten wieder zurück. Er erzählt ihnen, dass er die Maschine
kurzerhand ausprobiert hat und was auf seiner Reise in die Zukunft passiert
ist.

Meine Meinung:

Eine zeitlose Geschichte. Obwohl die Vorlage schon sehr alt ist (1895) wirkt
sie keineswegs altbacken oder überholt. Das liegt vielleicht auch daran, dass
die Zeit die besucht wird so weit in der Zukunft liegt, dass es sich nicht
anfühlt wie eine trashige überholte Zukunftsversion.

Da der Band nicht sonderlich lang ist, hat die Geschichte keine unnötigen Längen und ist permanent spannend und interessant. Ich weiß nicht wie es ist,
wenn man die Vorlage kennt, aber ich kannte sie nicht und wurde gut
unterhalten. Beim Lesen ist mir allerdings aufgefallen, wie viel aus dieser
Geschichte in Filmen und Serien aufgegriffen wurde. Alleine Namen wie Eloi und
Morloks hatte ich schon sehr oft gehört, aber nie zuordnen können.

Der Splitter-Verlag bietet zwar immer sehr hochwertig verarbeitete und
schöne Hardcover Bände, aber dieser legt optisch nochmal eine Schippe drauf.
Ich weiß nicht, ob man es auf dem Foto erkennen kann, aber das Goldene auf dem
Einband ist ein Prägedruck und der Band ist ein ganzes Stück größer als das
durchschnittliche Paperback. Auch die Zeichnungen können sich wirklich sehen
lassen.

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß mit dem Band und werde mir auf jeden Fall
noch die anderen Bände holen. Es ist die perfekte Gelegenheit, für jemanden der
so lesefaul wie ich ist, die Klassiker nach zu holen, ohne halbherzige
Filmumsetzungen gucken zu müssen.

Leseprobe

Wertung:

Aufmachung: 10/10
Einsteigerfreundlichkeit: 10/10
Story: 8/10
Zeichnungen: 8/10