HUCK: HELD WIDER WILLEN

Wenn man sich mit Comics befasst, kommt man um den Namen Mark Millar kaum herum. Von manchen wird er als Autor schon verehrt, wie ein Stephen King oder eine K. J. Rowling. Deshalb waren meine Erwartungen an Huck: Held wider Willen auch sehr hoch. Das Problem mit hohen Erwartungen ist aber, dasssie eine große Fallhöhe mit sich bringen.

Eckdaten:

Autor: Mark Millar
Zeichner: Rafael Albuquerque
Preis: 19,99€
Seiten: 164
Verlag: Panini-Comics

Story:

Huck ist ein Tankwart, der als Kind in einer amerikanischen Kleinstadt ausgesetzt wurde. Neben seinem Job hat er es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Rasen mähen, Geld verschenken oder verlorene Dinge finden, Huck hilft jedem. Hilfreich ist dabei, dass Huck “Superkräfte” hat. Er ist sehr stark, robust, kann schnell und lange laufen und er ist gut im “Finden” . Wenn er ein Gesicht hat, kann er jeden Menschen und jedes Tier finden. Außerdem kann er auch Dinge wie z.B. eine Kette finden. So lebt er glücklich, ruhig und friedlich, bis die Öffentlichkeit auf Huck aufmerksam wird. Von da an überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:

Meine Erwartungen waren einfach zu hoch. Versteht das bitte nicht falsch, der Comic ist nicht schlecht, aber bei dem was ich vorher so gehört hatte, habe ich einfach mehr erwartet.

Die Prämisse mit dem nicht ganz so smarten aber dafür naiven Helden, der sein Lebensglück daraus zieht anderen zu helfen ist ganz cool und ich hatte anfangs auch noch richtig viel Spaß beim Lesen. Es fühlt sich ein bisschen an als wäre Huck der Sohn von Forrest Gump und Superman. Aber leider schlägt die Geschichte eine Richtung ein die ich sehr unoriginell fand. Es passieren einige Dinge die ich viel zu vorhersehbar fand und das Ende war auch eher solala. Es ist nicht schlechter als in vielen anderen Comics, aber eben auch nicht so viel besser wie es teilweise in anderen Reviews dargestellt wurde.

Das Einzige, was mich wirklich durchweg überzeugt hat waren die Zeichnungen. Aber die sind ja auch Geschmackssache.

Ich sag es nochmal: Huck ist kein schlechter Comic! Die Idee ist cool, die Geschichte ist solide und die Zeichnungen sind richtig gut. Der Verlauf der Geschichte ist nur irgendwie unoriginell und hat mich nicht abgeholt.

Für Einsteiger ist er auf jeden Fall gut geeignet und man braucht keinerlei Vorwissen, da die Geschichte nichts mit anderen Comics zu tun hat. Alle Infos die es über Huck gibt sind in diesem Band enthalten und Dinge die ungeklärt bleiben, wurden nicht in einer anderen Geschichte geklärt.

Fazit:

Vielleicht hat mich der Comic einfach auf dem falschen Fuß erwischt, aber ich war doch ganz schön enttäuscht. Vielleicht lese ich den Band auch in einigen Monaten nochmal und muss diese Rezension nochmal neu schreiben. Aber momentan ist Huck in meinen Augen ein mittelmäßiger Comic der nichtmal in meiner Top 50 landen würde, weil er mir zu viel Potential verschenkt hat.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit 10/10
Story: 6/10
Zeichnungen: 8/10

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