Injustice: Götter unter uns – Das erste Jahr Band 1 von 2

Heute geht es um einen meiner ältesten Comics. Ich habe ihn sehr früh
gelesen, musste aber leider feststellen, dass ich relativ wenig verstanden habe.
Sehr viele Helden, einige Schurken und mein DC-Wissen bestand zu diesem Zeitpunkt noch aus
einen Batman Comic und wagen Erinnerungen an alte Fernsehserien. Ich beschloss
also, dass ich dem Band nicht fair bewerten könnte und legte ihn ins Regal um
ihm später eine zweite Chance zu geben.

Als mein Lesestapel dann vor kurzem (zum ersten Mal seit Monaten) leer war,
beschloss ich, dass nun ein guter Zeitpunkt für die zweite Runde war.

Eckdaten:

Autor: Tom Taylor
Zeichner: Mike S. Miller, Jheremy Raapack
Preis: 16.99€
Seiten: 196
Verlag: Panini-Comics

Story:

Der Joker hat genug von Batman und versucht zur Abwechslung mal den Mann aus
Stahl ein wenig zu ärgern. Eines führt zum anderen und Superman ist nicht mehr
der, der er einmal war. Er hat keine Lust mehr, dass die Schurken immer wieder

und wieder zu Problemen werden und möchte langfristige Lösungen um das Leid auf
der Welt zu verringern. Alles was den Weltfrieden stört steht ab sofort auf
seiner Abschussliste und er ist bereit alles zu tun, um dieses Ziel zu erreichen.
Batman ist natürlich mal wieder anderer Meinung und sieht die Gefahr, die von
Superman‘s neuer Interpretation des Heldendaseins ausgeht. Es bilden sich also
zwei Heldenlager und es dauert nicht lange, bis es zu Verlusten kommt.

Meine Meinung:

Als Einsteiger sollte man definitiv die Finger von dem Band lassen. Wenn man
bisher wenig bis keinen Kontakt mit DC-Comics hatte wird man hier auf sehr
viele verwirrende Elemente treffen und die Tragweite von Ereignissen, sowie die
Aktionen der Charaktere nicht verstehen können.

Ich bin sehr froh, den Band nochmal gelesen zu haben. Inzwischen kenne ich
mich zumindest ein wenig in der Welt von DC aus und durch die Justice League Anthologie habe ich
viele Helden zumindest schonmal kurz gesehen.

Die Geschichte hat ein bisschen was von Marvel’s Civil War. Ereignisse
sorgen dafür, dass die Helden nicht mehr am gleichen Strang ziehen und es
bilden sich unterschiedliche Lager, die bereit sind für ihre Meinungen zu
kämpfen. Da beide Seiten sehr gute Argumente hatten, war ich bis zum Schluss
nicht ganz sicher, welche Seite ich für richtig halte und mit wem ich jetzt
eigentlich mitfiebere.

Die Charaktere agieren größtenteils nachvollziehbar und man versteht in der Regel
ganz gut warum sie tun, was sie tun, einzig warum Wonder Woman so eine Zicke
ist, die Superman immer wieder anstachelt, habe ich nicht ganz verstanden. Das Ganze
spielt in einem Universum, dass nichts mit den normalen DC Reihen zu tun hat,
und dort scheint die Wonder Woman etwas radikaler zu sein als ich sie bei ihren
Auftritten in anderen Reihen bisher erlebt habe.

Radikalität ist ohnehin ein Thema. Der Band ist nicht zimperlich und es
kommen mehr als nur einige hundert Zivilisten zu Schaden. Weil das noch
nicht genug ist, wird auch nicht davor zurück geschreckt wichtige Hauptfiguren
zu töten. Dazu kommt, dass diese Tode nicht inflationär eingesetzt werden,
sondern jedes Mal gut inszeniert sind und mich teilweise wirklich geschockt
haben. Ich hatte beim Lesen den einen oder anderen Kloß im Hals.

Die Zeichnungen würde ich als DC Standard beschreiben. Nicht schlecht, aber
auch nicht außergewöhnlich gut.

Fazit:

Ein starker und emotionaler Auftakt mit sehr viel Potential. Die Charaktere
und die Konsequenz, mit der die Geschichte erzählt wird, haben mir sehr gut
gefallen und wenn aus der Prämisse weiterhin was gemacht wird, wüsste ich
nicht, was da noch schief gehen sollte. Der zweite Band wird heute noch gelesen
und weitere 3 sind gestern bei mir angekommen.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit: 3/10
Story: 9/10
Zeichnungen: 6/10

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