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Justice League Anthologie

Nach der überraschend guten Thor Anthologie habe ich mich mal umgesehen was es noch für Anthologien gibt. Auch wenn die Auswahl eher überschaubar ist musste ich doch lange überlegen welche ich nehmen soll. Charaktere wie Batman oder Spider-Man finde ich zwar extrem interessant, glaube aber, dass ich schon einiges über sie weiß und würde die Anthologie eher als Bonus lesen um mehr Hintergrundwissen zu bekommen. Bei der Justice League sieht das ganze anders aus. Ich habe mich weder mit Wonder Woman oder Aquaman schon einmal auseinander gesetzt und schon gar nicht irgend einen Comic von ihnen gelesen. Außerdem stand der Release des Filmes kurz bevor und ich dachte, dass einige Comic-Basics einem für dem Film sicher nicht schaden werden. Es sollte allerdings nicht bei Basics bleiben.

Eckdaten:

Autoren: Gardner Fox, Len Wein, Grant Morrison, Mark Waid u.a.
Zeichner: Mike Sekowsky, Dick Dillin, Howard Porter, Bryan Hitch u.a
Preis: 34,99 €
Seiten: 436
Verlag: Panini-Comics

Meine Meinung:

Das Erste was ich in der Anthologie über die Justice League gelernt habe ist, dass es gar nicht “Die Justice League” gibt. Diese Gruppierung ist schon ganz schön alt und hatte unglaublich viele Mitglieder und einige Splittergruppen. Interessant fand ich aber, dass die erste Justice League, bis auf zwei Ausnahmen, aus den selben Mitgliedern bestand, wie im aktuellen Film. Green Lantern und den Martian Manhunter habe ich zumindest in den Trailern nicht gesehen.
Die Anthologie bildet chronologisch die wichtigsten Comics der Justice League ab.
Vor den Comics gibt es meist eine ganze Menge Informationen darüber, was bisher geschah und was sich an Autoren und Zeichnern geändert hat. Die Infos zu Autoren und Zeichnern haben mir sehr gut gefallen, da sich diese besonders nach Insiderwissen anfühlen, dass man nicht einfach so auch auf Wikipedia bekommen könnte. Optisch macht der Hardcover Band einiges her und wenn ich etwas bemängeln müsste, dann das das Schwarz hier glänzend ist und ich den matten Look bei der Thor Anthologie etwas schöner fand. Das ist aber Meckern auf ganz hohem Niveau. Zeichenstil und der allgemeine Tonus der Geschichten variieren natürlich stark, da neben Zeichnern und Autoren auch der Zeitgeist im Laufe der Jahre einige Male geändert hat. Ich fand es wieder sehr interessant, zu sehen wie sich das Medium Comic im Laufe der Zeit verändert hat. Scheinbar war es früher wichtig, dass in fast jedem Bild eine Box ist, die wie eine Stimme aus dem Off kommentiert was auf dem Bild passiert. Auch so Sachen wie der unsichtbare Jet von Wonder Woman sind früher ja vielleicht sehr cool gewesen, wirken heute aber einfach lächerlich. Der erste Antagonist in diesem Band ist ein riesiger Seestern aus dem All. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.
Zu sehen wie sich diese Dinge im Laufe der Zeit ändern macht für mich vielleicht den größten Reiz der Anthologie aus.
Jeder der Interesse an der Justice League hat sollte sich diesen Band auf jeden Fall mal ansehen. Ausführlichere Informationen bekommt ihr so schön zusammengefasst wahrscheinlich nirgendwo sonst.

Natürlich gibt es auch eine Leseprobe.

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