Planet Hulk 1 von 2

Hulk ist wahrscheinlich
eine der bekanntesten Comicfiguren die es gibt. Besonders wenn jemand sehr
wütend ist, hört man selbst von Menschen die eigentlich nichts mit Comics zu
tun haben manchmal Sätze die ein „zum Hulk werden“ beinhalten. Wahrscheinlich
verdankt der Charakter seine Beliebtheit der Tatsache, dass wohl jeder schonmal
so wütend war, dass er nur allzu gerne einfach alles kaputt gemacht hätte, wie
der Hulk. Für mich war der Charakter aber vor allem deshalb interessant, weil
er neben Batman und Spider-Man einer der wenigen Helden ist, bei denen ich das
Gefühl hatte im Vorfeld schon genug über die Entstehungsgeschichte zu wissen,
um den Comic genießen zu können.

Eckdaten:

Autoren: Peter David, Daniel Way, Greg Pak
Zeichner: Adam Kubert, Keu Cha, Juan Santacruz
Preis: 19,99 €
Seiten: 252
Verlag: Panini-Comics

Origin:

Der Wissenschaftler Bruce
Banner experimentierte mit Gammastrahlen und bekam durch einen Unfall eine sehr
starke Dosis eben dieser ab. Das führte dazu, dass er sich fortan bei großer
Wut oder Aufregung in den großen grünen Hulk verwandelt. Der Hulk ist deshalb
so stark, weil er mit steigender Wut immer stärker wird und sich beinah allen
Gegebenheiten auf Dauer anpassen kann. Da Bruce Banner und der Hulk zwei
eigenständige Persönlichkeiten sind und Bruce ihn nicht kontrollieren kann,
versucht er natürlich alle Situationen, in denen Hulk die Kontrolle übernehmen
könnte, zu vermeiden.

Story:

Bruce wacht in einem
fremden Bett, neben einer Frau auf. Kurz darauf wird das Zimmer von Soldaten
gestürmt und Bruce wird zum Hulk. Es folgen einige Ereignisse, die wahrscheinlich
das Verhältnis von Bruce und Hulk verdeutlichen sollen, aber für die eigentliche
Planet Hulk Geschichte kaum belangloser sein könnten. Allerdings führt es dazu,
dass der Hulk in einem Raumschiff sitzt und eine Videonachricht von Helden der
Erde bekommt. Sie sagen ihm, dass sie sich entschieden haben den Hulk ins
Universum zu verbannen, da er eine zu große Gefahr für die Erde ist. Sie haben
einen ruhigen Planeten ausgesucht auf dem er den Rest seines Lebens in Ruhe und
Frieden leben könne. Dummerweise scheint etwas schief gegangen zu sein, denn
der Planet ist alles andere als friedlich und der Hulk wird innerhalb kürzester
Zeit gefangen genommen und zu einem Gladiator gemacht. Zusammen mit einer bunt gemischten
Truppe aus Gladiatoren gilt es nun sich die Freiheit zu erkämpfen.

Meine Meinung:

Ich gebe zu, ich habe den
Hulk für einen sehr plumpen Charakter gehalten. Den Comic habe ich vor allem
deshalb gekauft, weil er immer wieder als Klassiker genannt wird und ich Lust
auf stumpfe Aktion hatte. Genau die habe ich auch bekommen, allerdings auch
noch ein kleines Bisschen mehr. Die Geschichte ist zwar nicht das non plus
Ultra und kommt einem auch (vom Szenario mal abgesehen) durchaus bekannt vor,
macht aber trotzdem Spaß. Das liegt vor allem an der brachialen Aktion. Der
Hulk in einem Setting, in dem er quasi Welle um Welle immer stärker werdender
Gegner töten muss, hat etwas Videospielartiges und passt zu dem Charakter wie
die Faust aufs Auge. Aber was nebenbei passiert ist auch wirklich interessant. 
Der Hulk spricht richtig und man lernt ihn kennen. Der Leser erfährt einiges über seine Sicht der Dinge und
seine Beziehung zu Bruce Banner. Vor diesem Band war ich der Meinung, dass Banner mit
dem Hulk ein schweres Schicksal hat, doch im Laufe des Bandes wird klar, dass
der Hulk schlimmer dran ist. Von fast allen gehasst, unterdrückt und gefürchtet
muss er doch immer den Kopf hinhalten, wenn es ausweglos scheint. Beziehungen
oder Freundschaften bleiben ihm verwehrt. Besonders das Ende des Bandes macht
dies noch einmal deutlich. Ich habe ja mit vielem gerechnet, aber dass ein Hulk
Comic am Ende emotional wird und wie er es wird, das hat mich dann doch
überrascht.
Die
Einsteigerfreundlichkeit ist so eine Sache. Am Anfang des Comics dachte ich,
ich müsste viel mehr wissen um das alles zu verstehen. Es tauchen einige
Charaktere auf von denen ich noch nie gehört hatte und es fühlt sich an als
würde man in eine laufende Handlung geworfen werden. Doch da alles vor dem
Ausflug auf den neuen Planeten eh unnötig für die Geschichte ist, war das nicht
weiter schlimm. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht ganz, wieso das
überhaupt in dem Paperback ist. Die Story hätte problemlos mit dem Flug zu dem
fernen Planeten beginnen können. Dann hätte sich der Leser vielleicht gefragt
was Hulk in dem kleinen Raumschiff macht, aber dafür nicht hundert andere
offene Fragen bekommen.
Die Zeichnungen waren den
ganzen Band über echt gut, aber mehr auch nicht. Besonders in den aktionreichen
Kämpfen geht selten die Übersicht verloren und Hulks Aktionen wirken brachial.
Die Geschichte ist
übrigens nicht abgeschlossen. Die Handlung endet zwar nicht mitten drin, aber
es ist eben auch nicht wirklich abgeschlossen. Im Gegenteil. Ich bin sehr gespannt
wie es weiter geht. Der zweite Band ist schon bestellt.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit:
7/10
Story: 7/10
Zeichnungen: 6/10

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