Punisher Frank ist zurück

Wie gut war denn bitte die Punisher Netflix-Serie? Sie hat mir so gut gefallen, dass ich richtig Lust hatte einen Punisher Comic zu lesen. Praktischerweise hat Panini kurz nach dem Release der Serie einen dicken Sammelband raus gebracht den ich natürlich sofort lesen wollte.

Eckdaten:

Autor: Garth Ennis
Zeichner: Steve Dillon
Preis: 24,99 €
Seiten: 280
Verlag: Panini-Comics

Story:

Frank ist zurück. Er ist wieder in New York und hat es auf eine Mafiafamilie abgesehen. Sein Ziel ist es, sich einmal von unten nach oben durch die Hierarchie der Familie zu morden. Da Frank bei der Polizei sehr beliebt ist, will keiner so recht seine Verfolgung aufnehmen und so bekommt der unbeliebte Officer Soap diese undankbare Aufgabe. 
Nachdem in New York klar wird, dass der Punisher zurück ist, treten Nachahmungstäter auf den Plan. Beflügelt von der Idee das Richtige zu tun töten Mr. Payback, Elite und der Heilige jeden der ihrer Meinung nach schlecht ist. 

Meine Meinung:

Feinfühlig, geistreich und intelligent sind Adjektive, die zu diesem Comic überhaupt nicht passen. Die Geschichte bietet keine großen Überraschungen, regt nicht zum Nachdenken an und ist nicht besonders witzig. Dafür ist sie aber unterhaltsam. Es ist schwer in Worte zu fassen, was genau an diesem Band unterhaltsam ist. Vielleicht ist es die Mischung aus Gewalt und kreativen Morden.

Die Geschichte ist nicht wirklich witzig im Sinne von “HaHa” sondern eher ein “Oha, was ist denn da los? HöHö” Es ist einfach eine spezielle Art von Humor. Die Faszination diese Comics ist vielleicht am ehesten vergleichbar mit Aktion Filmen aus den 80ern. Es wird geballert, gestochen, geschlagen, geblutet und ein cooler Spruch nach dem anderen raus gehauen. Die Polizisten sind raue Typen die viel in Bars abhängen, rauchen und trinken.

Wenn man drüber lachen kann, dass jemand mit einer Kloschüssel verhauen wird, und man es spaßig findet wenn die Optionen eines Zoo’s genutzt werden, um allerlei Verbrecher zu töten, wird man hier definitiv gut unterhalten.

Anders als in der Netflix-Serie, wird hier auch nie versucht die Handlungen des Punishers zu legitimieren oder zu begründen. Er ist einfach ein Mann der alle Verbrecher töten will. Nicht weil er andere abschrecken will, oder weil er denkt er muss das tun, sondern einfach weil er sie hasst. Kein höheres Ziel keine zweite Ebene oder sowas ähnliches. Nur ein Kerl der gerne böse Jungs tötet.

Ich für meinen  hatte eine ganze Menge Spaß beim Lesen, der allerdings von einer Sache stark beeinträchtigt wurde. Die Zeichnungen gefallen mir überhaut nicht. Ich hatte gehofft, dass ich mich mit der Zeit daran gewöhnen würde aber dem war nicht so. Bis zur letzten Seite habe ich mich geärgert, dass diese unterhaltsame Geschichte nicht schöner dargestellt wird.

Da die Geschichte keinerlei Wissen voraussetzt, und wirklich coole Unterhaltung bietet, kann ich sie jedem empfehlen der nach der Serie Bock auf mehr Punisher Aktion hat. Wenn man dazu auch noch Spaß an eher trashigen, brutalen Aktion Filmen aus den Achtzigern hat, wird einem dieser Comic sicher gefallen.

Wertung:

80’s Aktion: 9/10
Einsteigerfreundlichkeit: 10/10
Story: 5/10
Zeichnungen: 3/10

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