Spider-Man: Miles Morales 1

Wie ihr am Titel bereits sehen könnt, ist es wieder einmal so weit. Ich habe einen Spider-Man Comic gefunden in dem es nicht um Peter Parker geht. Ja ich weiß, ich staune auch immer wieder wie viele es davon doch gibt. Wer dieses mal Spider-Man ist, was an ihm anders ist und wie er in die Welt der Superhelden passt, erfahrt ihr jetzt.

Eckdaten:

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Sara Pichelli
Preis: 12,99€
Seiten: 116
Verlag: Panini-Comics

Origin:

Es war einmal ein Paralleluniversum, in dem – wer hätte es gedacht – nicht Peter Parker Spider-Man ist, sondern ein Junger Mann namens Miles Morales. Als, im Zuge eines Events, sein Universum zerstört wurde, landete er zusammen mit seiner Familie im “regulären” Marvel-Universum. Hier trägt er (mit der Erlaubnis von Peter) weiterhin den Namen Spider-Man und bekämpft Verbrecher. Er ist deutlich jünger als Peter hat aber scheinbar größtenteils die gleichen Fähigkeiten. Allerdings kann er offenbar Feinde die er berührt schocken und sowas wie eine Stromexplosion um sich herum erzeugen.

Story:

Miles hat es nicht leicht. Andere Helden scheinen mühelos Privatleben und Heldendasein auf die Reihe zu bekommen, wärend Miles so seine Probleme hat, beides unter einen Hut zu bekommen. Seine Noten werden schlechter und seine Mutter sieht sich gezwungen zum Äußersten zu gehen, ein riesiger Dämon bedroht New York, Black Cat hat es auf ihn abgesehen und dann hat er auchnoch Streit mit seinem besten Freund. Dazu kommt, dass eine “Youtuberin” ihn bei einem Kampf gefilmt hat, bei dem man seine Haut sehen konnte, wesshalb er jetzt von allen “der schwarze Spider-Man” genannt wird und es passt ihm garnicht auf seine Hautfarbe reduziert zu werden.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist an sich nichts neues. Der Spagat zwischen dem Heldendasein und dem Privatleben war, wenn ich mich richtig erinnere, damals schon ein großes Thema in der Spider-Man TV-Serie der 90er und auch in den Filmen ist das ja ein durchaus gern genommener Konflikt. Wer seit Jahren Comics liest, mag das ausgelutscht und abgedroschen finden, mir hat es aber viel Spaß gemacht Miles bei diesem Konflikt zuzusehen.

Die Charaktere sind größtenteils ziemlich cool. Miles ist sehr interessanter Charakter und auch seine Mutter und sein Vater wirken nicht wie aus der Klischee-Grabbelkiste geangelt. Sein bester Freund, der mich sehr an Peters Kumpel aus dem neusten Film erinnerte, wirkt anfangs wie der leicht trottelige “Standard-Sidekick” aber im Laufe des Bandes merkt man, dass er sich viele Gedanken macht und das er irgendwie liebenswert ist. Black Cat fand ich dagegen eher Langweilig. Sie wirkt wie Marvels Catwoman und ich bin nicht wirklich schlau aus ihr geworden. Das war nun schon der zweite Comic in dem sie auftauchte und ich weiß immernoch nicht was sie kann und was sie antreibt. Ihr Handlanger in diesem Band ist sogar richtig lächerlich. Er heißt Hammerhead und rammt Feinde mit seinem Kopf. Beide wirkten keine Sekunde wirklich bedrohlich auf mich.

Für Einsteiger ist der Band gut geeignet, da viel erklärt wird, auch wenn nicht explizit auf Miles Origin eingegangen wird. Der Infotext zu Beginn des Bandes hilft hier aber um gut in den Comic rein zu finden.

Die Zeichnungen sind so eine Sache. Als ich den Band aufgeschlagen hab war mein erster Gedanke “Och nö, was hast du dir denn da gekauft?” aber im Laufe des Bandes hat er mir immer besser gefallen. Ich kann nichtmal genau sagen was es ist, aber es wirkt irgendwie “eigen” und das mag ich sehr. Zwischendurch wechsellt der Stil mal für ein Panel, wenn Miles sich etwas vorstellt. Wenn ihr einen Blick in die Leseprobe werft wisst ihr vielleicht was ich meine.

Fazit:

Ich kann nicht mal sagen, was genau mir so gut gefallen hat, aber dieser Comic hat mich komplett abgeholt und der Nächste ist bereits gekauft.

Wertung:

Unterhaltung: 9/10
Einsteigerfreundlichkeit: 8/10
Story: 6/10
Zeichnungen: 8/10

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