Superman: ERDE EINS 1 von 3

Es ist so weit, ich habe mir tatsächlich mal einen Superman Comic gekauft. Das hat fast ein Jahr gedauert, weil ich den Charakter immer unfassbar langweilig fand. Selbst als Kind fand ich ihn nie so cool wie andere Helden. Die letzten DC Filme haben nicht dazu beigetragen, mir mehr Lust auf den Charakter zu machen und auch in Comics, in denen er mitspielt (z.B. Justice League), war er für mich immer am uninteressantesten. Doch dann kam Injustice und ein Superman der Ecken und Kanten hatte, der verletzlich war und aus reiner Wut dumme Dinge tut. Der sogar mal seine Prinzipien neu ordnet weil die Umstände ihn dazu bringen. Er war nicht der langweilige perfekte Auserirdische, der alles kann. Also dachte ich mir “Hey, vielleicht hast du ihm die ganze Zeit unrecht getan.” und fragte ein bisschen rum, was ich lesen kann, wenn ich einen Superman lesen will der nicht perfekt ist. Ich entschied mich dann einfach für den am häufigsten genannten.

Eckdaten:

Autor: J. Michael Straczynski
Zeichner: Shane Davis
Preis: 16,95€
Seiten: 140
Verlag: Panini-Verlag

Story:

Clark Kent zieht in die Stadt. Weil er super stark, schlau, schnell usw. ist, will jeder Arbeitgeber und jedes Sportteam ihn haben. Aber er will seine Adoptiveltern stolz machen und weiß nicht was er machen soll. Dazu kommt irgendwann raus, dass er (wer hätte das gedacht) ein Alien von einem zerstörten Planeten ist.

Meine Meinung:

Der Comic nimmt alles was ich an Superman nicht mochte und setzt noch einen drauf. Er ist nicht nur stark, fast unverwundbar und super schnell, nein er ist auch noch super schlau. Er ist gut in allem was er tut und seine Mama ist super stolz auf ihn. Die Selbstfindungsphase von jemandem der im Grunde perfekt ist zu lesen hat mich unfassbar gelangweilt.

Apropros Geschichte. Diese besteht die erste Hälfte nur aus Supermanns Problemen sich zu entscheiden was er machen soll (weil ihn ja alle wollen) und seiner Vergangenheit (Alien Kind das auf Erde landet usw.). Das Ganze deckt sich perfekt mit dem was ich, der absolut kein Fan vom Mann aus Stahl ist, schon wusste. Entweder hätte man hier einen tollen neuen Kniff einbringen, oder es deutlich kürzen sollen.

Anschließend taucht ein anderes Alien auf, dass (wer hätte es gedacht) eine Bedrohung für Superman ist und die Erde zerstören möchte. Keine Überraschungen, keine Wendungen, aber dafür ein bisschen Geschichte, die ich noch nicht kannte. Ab hier geht es auch ein wenig aufwärts. Es bleib zwar sehr kitschig, aber wird wenigstens mal kurzzeitig unterhaltsam.

Einsteiger können problemlos zugreifen. Ich würde sogar sagen es hilft, wenn man noch möglichst wenig über Superman weiß.

Die Zeichnungen sind das Highligth an diesem Comic und der einzige Grund warum ich bis zum Ende durchgehalten habe. Abgesehen von dem Design des Antagonisten sieht alles sehr gut aus und auch die Aktion kommt gut rüber.

Leseprobe

Fazit:

Eine Perfekter Held der alles kann und dem alles gelingt. Wenn man sowas mag, wird man hier sehr viel Freude haben, für mich war es aber leider nichts. Da es gegen Ende aber doch eine gute Richtung nahm und weil die Zeichnungen super sind, werde ich den nächsten Band aber trotzdem lesen und hoffen, dass es besser wird.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit: 10/10
Story: 3/10
Zeichnungen: 7/10

Werbung, weil ich den Verlag verlinke.

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