THE WITCHER 1: IM GLASHAUS

The Witcher 3 gilt, zumindest in meinem Bekanntenkreis, als eines der besten Spiele aller Zeiten. Ich selbst hatte auch eine gewisse Zeit viel Spaß damit, allerdings hat es mich aufgrund seiner schieren Größe auch relativ schnell verloren. Die Charaktere und die Welt gefallen mir zwar sehr, aber das Spiel selbst hat schnell seinen Reiz für mich verloren. Umso besser, dass es auch Comics zu Geralt von Riva gibt.

Eckdaten:

Autor: Paul Tobin
Zeichner: Joe Querio
Preis: 16,99€
Seiten: 132
Verlag: Panini-Comics

Story:

Geralt trifft einen Jäger und freundet sich beim abendlichen Fläschchen Wein ein wenig mit ihm an. Er erzählt vom grausamen Schicksal seiner Frau und beschließt Geralt erstmal zu begleiten. Allerdings verschlägt es die beiden in einen Wald, der mehr als eine Gefahr birgt. Glücklicherweise ist da auch ein Haus, in dem die beiden vorerst Zuflucht finden. Doch auch dieses Haus ist nicht, was es zu sein scheint.

Meine Meinung:

Eines direkt vorweg: Wenn man noch keinerlei Berührungspunkte mit dem Witcher hatte, könnte hier gewisse Schwierigkeiten haben sich zurecht zu finden. Dabei ist es aber egal, ob man Geralt aus den Spielen, oder den Büchern oder was auch immer kennt, denn es wird nicht wirklich Bezug auf etwas genommen. Es geht nur eben nicht darum, wie Geralt ein Hexer wurde und es wird auch nicht wirklich erklärt was ein Hexer ist oder kann. Falls einen das nicht stört kann man aber trotzdem zugreifen. Spaß wird die Geschichte trotzdem machen.

Die Story ist nämlich richtig gut. Sie fängt etwas seicht an, wird dann aber schnell immer mysteriöser und hat mich einige Male sehr überrascht. Die Mischung aus einigen guten Kämpfen, sehr spannenden Dialogen und dem schaurigen Geisterhaus Setting ist sowohl spannend als auch angenehm beklemmend. Zusammen mit der düsteren Fantasy Welt des Witcher-Universums ergibt sich eine einmalige Atmosphäre, die ich so noch in keinem Comic hatte.

Der einzige kleine Kritikpunkt, den ich habe sind die Zeichnungen. Sie passen zwar gut zu dem Setting und zum Witcher selbst, die Charakterdesigns sind klasse und auch die Gegner sehen gut aus, aber irgendwie wollten sie mir bis zum Schluss nicht so richtig gut gefallen.

Leider kann ich auf einige Sachen nicht detailliert eingehen, ohne Andeutungen die vielleicht schon spoilern, oder euch zumindest das Erlebnis ein wenig versauen würden. Da es in diesem Band aber vor allem um die Geschichte geht wäre das doch sehr schade. So viel sei gesagt: Es fühlt sich an wie eine Witcher Quest aus dem Spiel, und zwar wie eine richtig gute.

Leseprobe

Fazit:

Eine packende Geschichte aus dem Witcher Universum, die mit den Erwartungen des Lesers spielt und mehr als einmal mit ihnen bricht. Fans der Spiele können problemlos zugreifen, aber wer nichts mit der Figur von Geralt anfangen konnte wird wahrscheinlich auch hier nicht viel Freude haben. Ich bin jedenfalls froh, dass auch die beiden folgenden Bände bereits auf meinem Lesestapel liegen.

Wertung:

Einsteigerfreundlichkeit Witcher Kenner: 10/10
Einsteigerfreundlichkeit Witcher Neulinge: 6:10
Story: 8/10
Zeichnungen: 5/10