Venom 5: Absolut Carnage
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Venom 5: Absolut Carnage

Donny Cates ist ein erstklassiger Autor, der Venom in Band 1 und 2 auf eine Art neu interpretiert hat, die genau das war, was der schwarze Symbiont brauchte. Doch dann kam es zu leichten Einbrüchen in der Qualität. In Venom Band 3 ging es vor allem um Carnage und sehr wenig um Venom. Der Band war eindeutig bereits Teil des Events Absolute Carnage. Der vierte Band war dann ein Ti-In zum War of the Realms, dass wenig bis gar nichts mit der Story aus den anderen Bänden zu tun hatte und auch nur lose mit diesen zusammen hing. Venom 5: Absolut Carnage sollte nun hoffentlich endlich wieder eine Venom Story erzählen.

Absolute Carnage

Venom 5: Absolut Carnage
Story: Donny Cates | Zeichnungen: Iban Coello, Juan Gedeon | 14€ | Panini-Comics

Der Band startet mit einer kurzen Story, in der Eddie versucht für seinen Sohn zu sorgen, obwohl er den Symbionten verloren hat. Eine spannende und gut erzählte kleine Geschichte, wie er als Fotograf in Gefahr gerät und alles tut, um für seinen Sohn zu sorgen.

Danach geht’s dann auch direkt mit Absolute Carnage weiter. Wo wir grade sind? Jemand der Absolute Carnage nicht liest kann sich hier nur den Infotext durchlesen. Was zur Hölle da los ist? Infotext?! Eddie hat seinen Symbionten wieder und kämpft mit Spidey gegen Carnages Brut. Sein Sohn ist zusammen mit dem Enkel von Norman Osborne (Der grüne Kobold) beim Master. Aber sie sind keine Gefangenen. Der Master, der noch in Band 2 ein Schurke war, scheint nun den Kinder zu helfen. Danach passiert eine Menge Symbionten Kram und es gibt coole Action.

Der Name ist Programm

Venom 5: Absolut Carnage
©Panini-Comics

Zugegeben, ich hatte Absolute Carnage zu dem Zeitpunkt an dem ich Venom 5: Absolut Carnage gelesen habe, bereits weit genug gelesen, um zu wissen was hier passiert. Wer aber nur die Venom Comics liest dürfte hier völlig überfordert sein. Der Infotext gibt natürlich einige Infos, aber da man hier mitten im Finale von Absolute Carnage startet, ist all der Text ein schwacher Trost. Besonders, da der Band den Ausgang von Absolute Carnage mehr oder weniger verrät.

Inzwischen habe ich Absolue Carnage beendet und muss sagen, dass man sich das Event kaputt macht, egal wie rum man die Comics liest. Man müsste beide Comics im perfekten Wechsel lesen, um tatsächlich in der richtigen Reihenfolge zu erfassen was da passiert. Das ist vor allem deshalb ärgerlich, weil das Event eigentlich echt stark war. Es nimmt nur viel Schwung aus dem Geschehen, wenn man beim Lesen dauernd denkt “Ich hoffe, dass wird in dem anderen Band nochmal näher beleuchtet.”.

Fazit

Venom 5: Absolut Carnage
©Panini-Comics

Ich glaube es wäre für alle besser gewesen, wenn der Hauptteil von Absolute Carnage einfach in den Venom Paperbacks erschienen wäre. Der ganze Zusatz, wie die Sache mit Miles und Scream und so weiter hätte die Sonderbände gefüllt und es hätte keine Probleme beim Lesen gegeben. In Venom Band 3 wurde ja bereits ein ganzer Band unter dem Namen Venom veröffentlicht, der kein einziges Heft der eigentlichen Venom Reihe enthielt. Das war nicht schön, aber besser als das hier.

Trotz des verwirrenden Aufbaus macht Venom 5: Absolut Carnage extrem viel Spaß. Da ich Absolute Carnage eh verfolgt habe, konnte ich mir genug erklären und zusammenreimen und hatte eine verdammt gute Zeit mit dem Band. Auch wenn der eigentliche Venom hier sehr wenig auftaucht, und es eher ein Symbionten Band ist. Mit Maker passiert einiges und ich freue mich sehr drauf, was die Zukunft für ihn bringt. Der Band hat einige richtig starke Momente und schafft es auch für die Zukunft so viele Sachen auf zu bauen, dass ich den nächsten Band kaum erwarten kann.

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