Ben Reilley Scarlet Spider 1: Leben und sterben in Las Vegas

Es ist mal wieder so weit. Ich habe mal wieder einen Comic, mit einem Helden der Spinnenkräfte hat, aber nicht Spider-Man ist gelesen. Nach dem wirklich sehr enttäuschenden Spider-Man 2099 hatte ich große Hoffnungen, dass es dieses Mal besser laufen würde.

Eckdaten:

Autor: Peter David
Zeichner: Mark Bagley
Preis: 16,99
Seiten: 148
Verlag: Panini-Comics

Warnung:

Im Folgenden beschreibe ich die Vorgeschichte, wie ich sie mir aus den Informationen im Comic und den paar Sachen die ich über Ben Reilley irgendwo gelesen, oder gehört habe zusammengereimt habe. Ich gebe keine Garantie, dass das 100% richtig ist. Ihr könnt mir gerne schreiben, wenn ich was falsch verstanden habe, ich ändere das dann.

Achja ihr solltet das alles hier vielleicht nur lesen, wenn ihr die Klonverschwörung bereits gelesen habt, wenn ihr sie eh nicht lesen wollt, oder wenn es euch egal ist, ob ihr das Ende schon kennt. Da dieser Comic darauf aufbaut werde ich die Klonverschwörung massiv spoilern müssen.

Origin:

Ein Spider-Man Antagonist namens Schakal hat einst Klone von Peter Parker erschaffen. Diese Klone verfügten aber nicht nur über Peters Fähigkeiten, sondern auch über die Erinnerungen.

Einer dieser Klone nannte sich Ben Reilley und kämpfte als Scarlet Spider eine Zeit für das Gute, bis er sich für Peter opferte und starb. Eines Tages holte der Schakal ihn wieder von den Toten zurück, was ihn durchdrehen ließ. Ben wurde zum neuen Schakal und gründete die Firma New U.

New U war ein medizinisches Unternehmen, das todkranke Menschen vermeintlich heilen konnte. In Wahrheit schuf Ben allerdings lediglich Klone der Kranken.

Lange Rede kurzer Sinn, zusammen mit einem weiteren Klon und andere Verbündete stoppte Spider-Man die Machenschaften von New U, die Klone begannen zu zerfallen, das Gebäude explodierte und Ben wurde für tot gehalten.

Story:

Ben steht vor dem Nichts. Also organisiert er sich ein bisschen Geld um New York zu verlassen und in Vegas ein neues Leben zu beginnen. Da man als Held aber nicht gerade viel Geld verdient (auch wenn Ben es versucht), sucht er eine sehr reiche frühere Klientin auf, die in Vegas lebt und deren Tochter New U “gerettet” hat. Die Kleine liegt, wie alle Klone von New U, im Sterben und Ben bietet an ein Heilmittel zu suchen.

Weil es wohl sehr langweilig wäre einen ganzen Comic lang nur zu sehen wie jemand nach einem Heilmittel forscht, passieren allerlei andere Dinge. Ein anderer Spider-Man-Klon ist überzeugt davon, dass Ben noch lebt und betreibt Nachforschungen und Bens neue Arbeitgeberin ist eine Casinobesitzerin die Probleme mit Kriminalität hat. So ist für reichlich Abwechslung gesorgt.

Meine Meinung:

Da ich die Origin vorher nicht kannte und nur wusste, dass es um einen Klon von Peter Parker geht der sich selbst den Vornamen von Peters totem Onkel gegeben hat, habe ich etwas ganz anderes erwartet.

Ben ist wirklich verrückt. Nicht die Art von verrückt bei der man sich eine Mütze aus Menschenhaut schneidert, sondern eher Deadpools “Ich mache witzige Sprüche während ich dir, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Knie schieße” verrückt.

Das ist aber nicht die einzige Gemeinsamkeit mit Deadpool. Er hat außerdem ein entstelltes Gesicht voller Narben und keiner will ihm so richtig glauben, dass er eigentlich irgendwie ein Guter sein will, weil seine Methoden eher heldenunüblich sind.

Besonders zu Anfang fühlt es sich wirklich ein bisschen an, als wäre Ben eine Mischung aus Deadpool und Spider-Man. Im Laufe der Geschichte wird der Charakter aber langsam weiter ausgearbeitet und bekommt sein eigenes Profil.

Seine “Heldentaten” sind wirklich unterhaltsam und wie er zu seinen Kostümen kommt fand ich auch ziemlich lustig. Allgemein ist der Humor in diesem Band sehr gut platziert, auch wenn er gegen Ende hin der Spannung mehr Platz einräumt.

Die Geschichte ist ein gelungener Auftakt und hat mich die ganze Zeit super unterhalten. Die Idee mit dem Antagonisten der sich nicht für “böse” hält, ist vielleicht nicht neu, fühlt sich für mich aber sehr frisch an und macht Spaß.

Für Einsteiger ist der Band nur bedingt geeignet. Es gibt viele verweise auf die Klonverschwörung. Diese werden zwar so weit erklärt, dass man sich einiges zusammenreimen kann, aber es kann sicher nicht schaden vorher zumindest mal eine Zusammenfassung zu lesen.

Die Zeichnungen sind solide. Schon schön an zu sehen, aber auch nicht wirklich was Besonderes.

Ich wurde viel besser unterhalten als ich erwartet hatte und freue mich sehr auf den nächsten Band. Besonders gegen Ende passieren einige Dinge mir sehr viel Lust auf Mehr gemacht haben.

Wertung:

Antihelden: 8/10
Einsteigerfreundlichkeit: 6/10
Story: 8/10
Zeichnungen: 7/10

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