Deathstroke
Comics Fan

DEATHSTROKE DEFIANCE MEGABAND

Deathstroke war, soweit ich weis, ursprünglich DC‘s Version von Deadpool. Bzw. Marvel hat sich die Idee für den brutalen Söldner Wade Wilson bei DC‘s brutalem Söldner Slade Wilson “geliehen“. Sogar Heilfähigketen haben sie beide, nur der Humor ist unterschiedlich. Deathstroke macht keine Witze! Mit dem coolen Design und der Tatsache, das Slade sogar für Batman ein ernst zu nehmender Gegner ist, hatte Deathstroke früh mein Interesse geweckt. Leider habe ich dann über seine Solo Reihe nicht viel Gutes gehört und deshalb erstmal darauf verzichtet, tiefer in die Welt des besten Killers der Welt einzutauchen. Bei einem knackigen Megaband, der gut für Einsteiger geeignet sein soll, konnte ich dann aber nicht nein sagen.

Eckdaten

  • Autor: Christopher Priest
  • Zeichner: Diogenes Neves, Denys Cowan, Carlo Pagulayan
  • Preis: 25€
  • Seiten: 252
  • Verlag: Panini-Comics

Story

Slade hatte eine religiöse Erfahrung. Nachdem er die Fähigkeiten eines jungen Speedster geklaut hat, hatte er Kontakt zur Speedforce und das änderte ihn grundlegend. Er sieht ein, dass sein Leben schlecht und böse war, möchte jetzt für die Guten arbeiten und junge Helden ausbilden. Gut, dass seine Ex-Frau für die Regierung arbeitet und für ihren und Slades Sohn ein Team zusammenstellen möchte. Die Defiance sind gegründet und kommen schnell zum Einsatz. Doch was hat Desthstroke vor? Ist er wirklich einer von den Guten, oder hat er doch noch einen bösen Plan in der Hinterhand?

Meine Meinung

Ich hatte schon davon gehört, dass die Familienverhältnisse bei Deathstroke alles andere als einfach sind. Tatsächlich fühlt es sich zwischendurch an, als würde man eine mexikanische Telenovela im Agentensetting mit Superkräften lesen. Wer ist mit wem verwand, wer hat mit der Verlobten von wem geschlafen und wer hat die zukünftige Ehefrau des Jungen mit den durchtrennten Stimmenbändern umgebracht? Trotz Infotext hat es einige Zeit gedauert, bis ich die Familienverhältnisse von Deathstroke durchschaut hatte. Ganz sicher ob ich richtig liege bin ich aber nicht.

Das ist aber auch nicht weiter wild. Der Infotext gibt einem grade so viel mit, dass man nicht total verloren in die Geschichte startet. Trotzdem lernt man mit jedem Heft etwas dazu. Aber auch die anderen Helden bringen einen Berg an Background mit. Ob nun Wally West, der bei den Teen Titans raus geflogen ist, Terra, die scheinbar mal was mit Slade hatte als sie jünger war, oder Slades Kinder, die nicht sicher sind, ob sie ich trauen können, jeder hat seine ganz eigenen Gründe, den Defiance bei zu treten.

Die Figuren fand ich aber leider, bis auf Deathstroke, nicht so richtig interessant. Slade ist dafür aber so cool, dass er diesen Megaband spielend alleine trägt. Seine Vergangenheit, wie er wurde was er ist, was seine Motivation und sein Konflikt ist, alles wird thematisiert und behandelt und das macht echt Spaß.

Die Geschichte selbst ist eher durchwachsen. Es gibt viele einzelne “Episoden“ die aber zusammen hängen und ein Ganzes bilden. Leider schwanken diese Geschichten stark in ihrer Unterhaltsamkeit. Cool wird es eigentlich immer dann, wenn es um Slades Vergangenheit, oder um sein neues Ich geht.

Zwischendurch wird munter zwischen Orten und Zeiten hin und her gesprungene. Hier eine Rückblende, da ein Flashbacks und zwischendurch ein bisschen was Aktuelles. Das Ganze kann etwas verwirrend werden, besonders wenn man mal nicht so ganz aufmerksam liest.

Ähnlich wie bei den einzelnen Geschichten, schwankt auch die Qualität der Zeichnungen manchmal etwas. Die meiste Zeit sieht es ganz gut, manchmal nicht so toll, manchmal etwas besser. Aber im Großen und Ganzen gibt eigentlich nicht viel zu meckern. Deathstroke sieht zwar meiner Meinung nach ohne Cape und in Farbe sehr viel besser aus, aber grade Wally gewinnt sehr durch das stylische schwarzweiße Kostüm, das viel besser aussieht als der Albtraum in gelb und Rot den er sonst trägt.

Wenn man eh schon DC liest, kann man mit diesem Band ganz gut in die Welt von Deathstroke starten, aber verwirrend wird es sicher trotzdem sein. Als absoluter Comic Neuling würde ich eher abraten.

Fazit

Deathstroke ist ein sehr spannnder Charakter, von dem ich sehr gerne mehr sehe möchte. Ob es dafür die Defiance und das verwirrende Familiendrama wirklich braucht muss jeder Leser selbst entscheiden. Ich hätte es nicht gebraucht, fand es aber zwischendurch sehr unterhaltsam und, als ich es halbwegs durchschaut habe, war es sogar ganz spannend. Das Beste ist aber, dass man hier sehr viel Deathstroke bekommt und den Charakter ein bisschen besser verstehen kann.

Wertung

  • Einsteigerfreundlichkeit: 7/0
  • Story: 7/10
  • Zeichnungen: 7/10

3 Kommentare

  1. Hi
    Danke für deine mühe für die review. Aber war deaspool nicht eine Anlehnung an deathstroke ?! Deathstroke erschoen 1980 in teen titans nr.2 und deadpool 1990. 😉

    Ist da ein Tippfehler bei einsteigerfreundlichkeit 7 von 0 ?

    1. Das steht da ja quasi. Es ist nur wahnsinnig umständlich formuliert wie mir grade auffällt Das sollte eigentlich heißen, dass er der selbe Charakter war, nur eben im anderen Universum.

      3 mal drüber gelesen und trotzdem den Tippfehler übersehen. Danke dafür wird sofort korrigiert

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