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Magier 1: Aldoran

Fantasy ist ein Genre, mit viel Quantität aber wenig Qualität. Das ist natürlich ein wenig hart formuliert und nur meine persönliche Meinung. Dennoch bleibe ich dabei. Ich habe schon einige großartige Fantasy Geschichten gesehen, gelesen und gehört, aber noch viel mehr uninspirierten langweiligen Blödsinn. Als würden Autoren denken, wenn sie nur Elfen, Orks, Magie und Zwerge einführen, lassen es die Leute schon. Ganz egal, ob sie etwas tolles damit zu erzählen haben. Das erschaffen von Welten ist leider nicht so leicht, wie viele denken. Bei Magier 1: Aldoran war ich aber guter Hoffnung da die Welt inzwischen einige Reihen mit teilweise sehr vielen Bänden hat.

Magier 1: Aldoran

Magier 1: Aldoran
Story: Jean-Luc Istin | Zeichnungen: Kyko Duarte | 16€ | Splitter-Verlag

Die Welt von Arran wurde unter Königen aufgeteilt. Ganz Arran? Nein die kleine Stadt Castlelek ist unabhängig. Warum das so ist, weiß keiner mehr. Vielleicht liegt es an einem alten Fluch, der jeden heimsucht, der die Stadt erobern wollte, vermutlich wurde sie beim Aufteilen unter den Königen einfach nur vergessen. In dieser Stadt lebt das Mädchen Shannon. Sie als einen Wirbelwind zu bezeichnen wäre vermutlich noch stark untertrieben. Sie ist fasziniert von Magie und ihrer Geschichte und neigt dazu zu handeln, ohne vorher genau nach zu denken. So schleicht sie sich aus reiner Neugier eines Tages in die Hütte eines Einsiedlers, um mehr über ihn zu erfahren. Sie unterhält sich mit ihm und erfährt, dass er Tyrom heißt und sein Gedächtnis verloren hat. Sie will ihm helfen und nimmt ihn mit in die Stadt, ohne zu Ahnen, dass sie den Tod über ihre kleine Heimatstadt gebracht hat.

Die Spitze des Eisbergs

Magier 1: Aldoran
©Splitter-Verlag

Das klingt im ersten Moment sicher nicht über alle Maßen neu und kreativ, dennoch sollte man diese Geschichte nicht zu schnell abstempeln. Das liegt unter anderem an den tollen Charakteren. Shannon und Tyrom sind wunderbar greifbare Figuren, die den ganzen Comic sehr interessant bleiben. Besonders Tyroms Vergangenheit ist bis zum Ende ein Mysterium das mich sehr interessiert hat. Die komplette Geschichte hat ein tolles Tempo und zieht von Anfang an ordentlich an. Erklärungen und Action geben sich die Klinke in die Hand und so fesselt Magier 1: Aldoran kontinuierlich. Am Ende gibt es auch noch einen Twists, den ich in der Form nicht ansatzweise erwartet habe.

Das mit Abstand Beste an Magier 1: Aldoran war für mich aber dass es eine Tür in die Welt von Arran ist. Immer wieder gibt es im Laufe der Geschichte Anspielungen und Erklärungen, die zeigen, dass hinter diesem Band eine riesige Welt voll eigener Geschichten steckt. Eine Welt die in anderen Reihen weiter erzählt wird. Elfen, Zwerge und auch Orks und Goblins haben ihre eigenen Reihen, in denen eigene Geschichten erzählt werden und die Welt weiter aufgebaut wird. Dieser Comic hat eine eigene abgeschlossene Geschichte, und ist doch für mich nur der Anfang vom Einstig in die Welt Arran.

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