SOMETHING IS KILLING THE CHILDREN
Comics Neueinsteiger

Something is killing the Children 1

Ich hasse Horror. Horror-Filme, Horror-Games, Horror-Serien, einfach alles. Oder besser gesagt FAST alles, denn ich liebe Horror in Comics. Fragt mich nicht warum, aber in diesem Medium holt mich das Genre nicht nur mehr ab als sonst, es gefällt mir auch noch besser als die anderen Genres im Comicbereich. Als Horror-Comic Fan konnte ich mir Something is killing the Children 1 natürlich alleine schon wegen dem Titel nicht entgehen lassen.

Wahrheit oder Pflicht?

SOMETHING IS KILLING THE CHILDREN
Story: James Tynion IV | Zeichnungen: Werther Dell’edera | 19,80 € | Splitter-Verlag

Eine Gruppe von jungen Teenagern macht, was Kinder auf dem Dorf bei einer Übernachtungsparty so machen. Sie spielen Wahrheit oder Pflicht. James wählt Pflicht und soll den Anderen von seiner größten Angst erzählen. Er berichtet den anderen von einem riesigen Monster, welches er angeblich neulich Nacht gesehen hat. Klug wie Kinder nun mal sind, beschließen sie darauf hin, in den Wald zu gehen, um das Monster zu suchen, dass sich als deutlich realer herausstellt, als James selbst erwartet hatte. Alle Kinder sterben, nur James schafft es davon zu kommen. Alle seine Freunde sind tot und die meisten anderen Kinder der Schule denken, dass er seine Freunde umgebracht hat. James Leben könnte nicht schlimmer laufen, als auch noch ein mysteriöses Mädchen auftaucht, das sich sehr für den Fall zu interessieren scheint.

Ein Manga im Comic-Gewand

SOMETHING IS KILLING THE CHILDREN

©Splitter-Verlag

Im Grunde seines Herzens ist dieser Comic für mich ein Manga. Versteht mich nicht falsch, die fabelhaften Zeichnungen von Werther Dell’edera erinnern kein bisschen an einen Anime, abgesehen von etwas größeren Augen der Protagonistin. Auch die grandiosen Farben von Miquel Muerto zeigen deutlich, dass das hier kein Manga ist. Aber die Geschichte von James Tynion IV sagt etwas völlig anderes. Wir haben eine mysteriöse Katastrophe, die das Leben eines Jungen erschüttert. Daraufhin taucht ein rätselhaftes Mädchen auf, dass offensichtlich Teil einer Welt ist, die in unserer existiert und von der niemand sonst weiß. Es gibt eine mächtige Organisation die im Hintergrund agiert und ehe er weiss, wie ihm geschieht ist der Junge auch schon mitten im Zentrum des Geschehens. Das dürfte jedem, der sich schonmal mit Mangas und Animes befasst hat zumindest entfernt bekannt vorkommen.

Das ist aber alles andere als eine Kritik. Es fühlt sich auch nicht an als würden ausgelutschte Mangaelemente in einem Comic verwurstet werden. Vielmehr werden hier die besten Elemente aus beiden Welten miteinander kombiniert. Es werden viele gute Sachen übernommen, aber auch auf viele schlechte verzichtet. Das gilt sowohl für typische Manga, als auch für typische Comic Elemente. So entsteht eine Mischung, die es in sich hat.

Fazit

SOMETHING IS KILLING THE CHILDREN

©Splitter-Verlag

Something is killing the Children 1 hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zur letzten nicht mehr los gelassen. Das Erzähltempo ist flott und die Story hält sich nicht länger als nötig mit Kleinigkeiten auf. Dennoch schafft der Comic unterschiedliche Figuren auf zu bauen, parallel zu erzählen und schlussendlich aufeinander treffen zu lassen. Mehr als einmal habe ich eine Seite weiter geblättert und war wirklich überrascht, von dem was ich sah, weil ich mit solchen Entwicklungen nicht gerechnet hätte. Das liegt vor allem an dem sehr gekonnten Vermischen der unterschiedlichen Elemente von Manga und Comic. Am liebsten hätte ich sofort weiter gelesen, denn nach diesem Band ist eines klar: Die Welt von Something is killing the Children bietet Potenzial etwas ganz Großes zu werden.